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Warum vergisst mein Kind so viel?

Was wir über Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis wissen sollten – und was wirklich hilft

Bewegung macht schlau - Lernen in Bewegung hilft unserem Gedächtnis beim Verankern neuer Inhalte.
Bewegung macht schlau - Lernen in Bewegung hilft unserem Gedächtnis beim Verankern neuer Inhalte.

Viele Eltern und auch Lehrer kennen diese Situation: Das Kind hat gut gelernt – Vokabeln, Einmaleins, neue Regeln. Es lief rund. Doch schon am nächsten Tag scheint alles wie verschwunden. Oder: Ein mehrschrittiger Auftrag wird nur zur Hälfte umgesetzt. Was zuvor schien, als wäre es verstanden, wirkt plötzlich wie nie gehört.

Wenn solche Erlebnisse häufiger auftreten, lohnt sich ein Blick auf die Grundlagen unseres Lernens: das Gedächtnis.



Was unser Gehirn mit einem Garten zu tun hat


Das Kurzzeitgedächtnis – auch Arbeitsgedächtnis genannt – speichert neue Informationen für kurze Zeit. Es ist wie ein Beet mit frisch gesäten Samen: empfindlich, leicht zu übersehen, schnell verweht. Erst wenn Inhalte häufig wiederholt, mit Bedeutung verknüpft oder handlungsnah erlebt werden, „wurzeln“ sie – und gelangen ins Langzeitgedächtnis. Dort sind sie dauerhaft abrufbar.

Doch bei manchen Kindern funktioniert dieser Prozess nur eingeschränkt.


Wenn das Kurzzeitgedächtnis an seine Grenzen kommt

Sinnvolles Lernen - Was Sinn macht, bleibt hängen.
Sinnvolles Lernen - Was Sinn macht, bleibt hängen.

Ein weniger belastbares Kurzzeitgedächtnis kann dazu führen, dass Informationen nicht lange genug gehalten werden, um verarbeitet zu werden.

Typische Beobachtungen:
  • Nach mehreren Anweisungen bleibt nur die erste im Kopf.

  • Rechnen klappt nicht, weil Zwischenergebnisse schnell verschwinden.

  • Geschichten werden unvollständig wiedergegeben.

  • Neue Abläufe oder Regeln sind schwer zu behalten.

Diese Kinder wirken manchmal abgelenkt oder „nicht bei der Sache“. Tatsächlich ist ihr Arbeitsspeicher im Gehirn einfach schnell überlastet. Wichtig: Diese Schwierigkeiten sind kein Zeichen von Faulheit oder fehlender Intelligenz – sondern benötigen passende Lernwege und Geduld.

💡 Gut zu wissen: Ein schwächeres Kurzzeitgedächtnis ist nichts Ungewöhnliches – und mit den richtigen Lernstrategien sehr gut trainierbar.

Wenn das Langzeitgedächtnis nicht richtig speichert

Es gibt auch Kinder, die Inhalte zunächst verstehen, aufmerksam lernen – und sie trotzdem nicht dauerhaft behalten. Anzeichen können sein:

  • Inhalte wirken beim Wiederholen wie neu.

  • Abruf in Tests oder Gesprächen gelingt kaum.

  • Automatisierungen (z. B. Malfolgen) brauchen viele Wiederholungen.

  • Transfer auf ähnliche Aufgaben fällt schwer.

Frustration und Selbstzweifel sind häufig die Folge – mit Aussagen wie: „Ich kann mir das einfach nicht merken.“ Häufig betroffen sind Kinder mit ADHS, Lernstörungen, Entwicklungsverzögerungen oder innerem Stress – oft, ohne dass es sofort erkannt wird.

💡 Gut zu wissen: Mit gezielter Unterstützung lässt sich die Merkfähigkeit nachhaltig verbessern!


Was wirklich hilft – alltagsnah & wirksam

Das Wichtigste zuerst: Diese Kinder sind nicht faul. Und auch nicht „einfach nicht bei der Sache“. Sie brauchen andere Lernwege, die zum Gehirn passen!

🔄  Wiederholen – aber abwechslungsreich!

Nicht nur stures Wiederholen, sondern spielerisch, bewegt, mit Bildern oder in Geschichten verpackt.

Bilder & Pläne helfen dem Gedächtnis.
Bilder & Pläne helfen dem Gedächtnis.
👣  Bewegung macht schlau - Lernen in Bewegung

Beim Gehen, Malen oder im Kontakt mit Tieren – der Körper aktiviert das Gehirn. Unser Gehirn speichert besser, wenn der Körper mitlernt.

🎨  Sinnvolles Lernen

Was für das Kind Sinn macht, bleibt eher hängen. Also lieber: "Warum brauchen Bäume Blätter?" als „Lies den Text auf Seite 24.“

📸 Bilder & Pläne helfen dem Gedächtnis:

Bildkarten, Tagespläne oder kleine Ablaufschritte geben Halt.

🐴 Emotionen stärken Erinnerung

Ein Erlebnis mit einem Tier, ein kleiner Erfolgsmoment, ein aufmunterndes Lob – das sind Gedächtnisanker.

🌱 Geduld und Vertrauen

Lernen braucht Wiederholung, Zeit und Ermutigung – das Gehirn wächst ein Leben lang und entwickelt sich stetig weiter.

Was Eltern konkret tun können

  • Schafft Rituale – sie helfen beim Erinnern und geben Sicherheit.

  • Gestaltet Lernprozesse handlungsorientiert – mit Händen, Bildern und Bewegung.

  • Unterstützt euer Kind dabei, eigene Lernstrategien zu entdecken.

  • Achtet auf Pausen & Ruhe – sie sind entscheidend für die Gedächtnisverarbeitung.

  • Stärkt das Selbstvertrauen – durch Fokus auf Stärken, nicht auf Defizite.



Lernen bei CAMINO.NATURA

Bei CAMINO.NATURA erleben Kinder und Jugendliche eine ganzheitliche, individuelle Förderung in einem ruhigen, naturnahen Umfeld. Tiere, Bewegung und eine vertrauensvolle Begleitung schaffen dabei einen sicheren Rahmen – besonders für Kinder, die im klassischen Schulalltag leicht an ihre Grenzen stoßen.

Durch praktische Aufgaben, gemeinsame Erlebnisse und gezielte Impulse wird das Lernen erlebbar gemacht. So kann Wissen nicht nur verstanden, sondern im Gehirn besser gespeichert werden. Schritt für Schritt entstehen neue Lernwege – im eigenen Tempo und mit wachsendem Selbstvertrauen.


Mehr Informationen: www.camino-natura.com



 
 
 

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